Les Landes
Geschrieben von mark am Dienstag, 13. September 2011
Gehen sie weiter es gibt nichts zu sehen. Wer es einsam und gleichtönig mag, der sollte einmal an der französischen Atlantikküste Urlaub machen. Breiter Strand, ablandige Strömungen, Wind und Wellen die Schwimmen zur echten Herausforderung machen und dahinter endlose angepflanzte Wälder. Die sind immer gleich hoch und stehen in Reih' und Glied. Wenn Müßiggang aller Laster Anfang ist, dann sollte Babel dort errichtet werden. Immerhin ist es nach San Sebastian, der baskischen Stadt auf spanischer Gemarkung, nicht ganz so weit und dort ist es wirklich schön.
Wetter
Warm und windig oder Gewitter. Da die Bäume alle gleich hoch sind, kann man prima Blitzlotto auf dem Campingplatz spielen. Leider lage unsere Parzelle 10 Meter neben dem Einschlagsort und so konnten wir die Frage ob ein mit Metallfüßen geerdeter Wohnwagen auch ein Faraday'scher Käfig ist, nicht abschließend klären.
Baden
Nichtschwimmer und Leute die sich nicht gerne über den Sand spülen lassen (kostenloses Ganzkörper Peeling) könnten es schwer haben Freude am Baden zu haben. Andererseits soll man auch schon viele Familien gesehen haben, die ihre älteren Erbtanten und Onkel zu einem erfrischenden Bad im Ozean angespornt haben ...
Einkaufen
In der Nebensaison wird man an die guten alten Zeiten erinnert, als man auch bei uns noch drei Stunden Mittagspause hatte und auch mal die Regale einfach leer waren. Da heißt es gut planen. Also einfach notwendige Campingartikel, wie Taschenmesser lieber vor als während dem Urlaub kaufen. Lobenswert zu erwähnen sind aber die Möglichkeiten der kostenlosen Einrichtung mit Camping Möbeln aller Art. Da der Rückweg nach nach Deutschland lang und der Platz im Auto gering ist, finden sich zuhauf Stühle und Tische im Angebot die nur eingesammelt werden müssen. Ähnlich verhält es sich mit den Bodyboards, die auch in den seltensten Fällen einen Rücktransport nach Deutschland erleben.
Links
Les Landes wikipedia
07.10.2011 12:03 um 12:10 Ich hab mal 5 geschlagene Monate da im Wald verbracht, hatte zum Glück aber jede Menge dicke, schwierige Bücher und ein Fahrrad dabei.
07.10.2011 14:34 um 14:10 Man auch super surfen da. Surfen besteht ja daraus, das man morgens auf das Brett liegt, zwei Stunden draussen paddelt und dann sich erst mal den Tag über ausruht und sich über die zu kleinen Wellen zu beschweren. Abends dann noch mal raus hinterher duschen und mit Gleichgesinnten über die bescheidenen Wellen fachsimpeln. Das ist schon auch gut. Vielleicht sollte ich für das nächste Mal auch "Die Enden der Parabel" die Strudlhofstiege und das Glasperlenspiel mitnehmen.